Just fucking relax!

Neben Sex und Gewalt ist Meditation eine der ältesten und interessantesten Techniken, um sich zu entspannen. Doch wenn sich die normal-verblödete Hausfrau zwischen einer Pendelsession bei der Geistheilerin und dem Energiekrafttanz zur Stärkung ihres Krafttierchakkras eine Meditation ersinnt, so hilft diese nur, den Puls vernunftbegabter Menschen auf 180 zu prügeln.

“Wir reinigen vor allem die unteren Hauptchakren und Nebenchakren. Du kannst Gottes Engel um Unterstützung bitten, um leichter voranzukommen…”

“Ich bin Plusminusneutral.”

“Wir beginnen mit den Fußchakren. Bitte lieber Erzengel Sandalphon, […] unterstütze meine Erdung.”

Spätestens hier musste ich unkontrolliert mit beiden Händen auf den Schreibtisch schlagen, um mit dem Rededurchfall dieser “Erleuchteten” klarzukommen. Aus Sicherheitsgründen habe ich den Selbstversuch nach wenigen Minuten abgebrochen, allerdings waren noch Stunden später regelmäßige Zuckungen an gewissen Extremitäten festzustellen, und der Paketbote verließ, nachdem er mir kurz in die Augen sah, fluchtartig das Grundstück. Ein kurzer Blick in den Spiegel erklärte und rechtfertigte diese Reaktion. Ich sah aus, als hätte ich gerade erfahren, dass wir von Polen überfallen werden.

Doch was tun, wenn man ein von Hass zerfressenes Arschloch ist und trotzdem runterkommen mag? Fast immer geht die Meditation eine unheilige Allianz mit esoterischen Intelligenzverweigerern ein. Unbestritten, es gibt Bob Ross, allerdings kann dessen unbedarfte Fröhlichkeit bei Hasspropheten zu spontanen Hirnblutungen führen.

Die Lösung: Fuck that. Meditation für Nihilisten, und alle, die es noch werden möchten.

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